Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf unserer Webseite einverstanden sind. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Klettern im Ötztal

Klettern
Kletterrouten

Zug um Zug dem Himmel näher

Das Ötztal ist DIE (Granit)Kletterregion schlechthin in Tirol. In keinem anderen Tal liegen traumhafte Klettergebiete und Klettersteige so nah beisammen wie im Ötztal. In 19 Klettergärten kannst du deinen Drang zur Vertikalen auf rund 750 Routen ausleben. 8 Klettersteige und eine Fülle von Mehrseillängen-Touren machen dich fit im Fels. Dafür sorgen nicht zuletzt die geprüften und lokalen Kletter- & Bergführer, die dich auf dem Weg nach oben begleiten. Die enorme Kletterkompetenz der Region drückt sich auch in den spezialisierten Kletterunterkünften aus.

Häufig gestellte Fragen zum Klettern

Da Klettern nicht gleich Klettern ist, lässt sich diese Frage je nach Disziplin etwas unterschiedlich beantworten. Zum Bouldern in der Kletterhalle reichen bequeme Kleidung, Kletterschuhe und ein Chalkbeutel. Wer einen Klettersteig oder Sportklettern im Ötztal oder sogar Eisklettern gehen möchte, braucht deutlich mehr Ausrüstung. Zur Grundausstattung gehören Kletterschuhe, Klettergurt, Kletterhelm, Kletterseil und Sicherungsgerät sowie Chalkbeutel und Chalk, zudem Expressschlingen, Bandschlingen und Karabiner.

Ein leichter Rucksack mit Getränk, Proviant, Sonnenschutz und einer wärmenden Extraschicht Kleidung ist ein Muss auf etwas längeren Klettertouren. Bei der Wahl der Kletterhose und des Shirts kannst du dich von deinen Vorlieben leiten lassen – atmungsaktiv und nach dem Zwiebelprinzip einsatzbereit sollten sie jedoch sein. Beim Eisklettern ist die Packliste noch länger und umfasst z.B. steigeisenfeste Bergstiefel, Steigeisen, Eisgerät, Eisschrauben und warme Kleidung.

Was jede Kletterausrüstung aber erst komplett macht, ist Motivation und gute Laune!

Kinder lieben es zu klettern und kraxeln scheinbar mühelos auf alles, was ihnen vor die Füße kommt. Die nötigen Bewegungsabfolgen beherrschen sie noch instinktiv, anders als so manch kopflastiger erwachsener Kletteranfänger. Viele Gründe sprechen dafür, die Kletterlust der Kids zu fördern: Klettern trainiert die Muskelgruppen am ganzen Körper, schult die Koordination, die Beweglichkeit und die Körperhaltung, es fördert die Konzentration, den Orientierungssinn und weitere kognitive Aspekte. Außerdem beeinflusst Klettern die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes positiv: Es lernt, dass sich Geduld und Ausdauer lohnen, dass man Verantwortung für das Wohlergehen der Mitmenschen übernehmen muss und Ziele am besten im Team erreicht. Nicht der Sieg über einen Gegner zählt, sondern das gemeinsame Problemlösen.

Kinder und Anfänger, die die richtige Technik lernen und die Faszination Klettern spüren wollen, finden im Ötztal bestimmt den passenden Trainer. Familienfreundliche Klettersteige wie z.B. der Klettersteig Stuibenfall bilden den idealen Einstieg in das neue Hobby.

Klettern ist ein Sport, der alle Muskelgruppen des Körpers beansprucht und ganzheitlich trainiert. Darüber hinaus hat regelmäßiges Klettern viele weitere positive Effekte. Durch die vielfältigen Bewegungsmuster fördert es z.B. die eigene Körperwahrnehmung und die Kreativität. Auch das Risikobewusstsein und realistische Einschätzen der eigenen Fähigkeiten werden geschult. Klettern verbessert außerdem den Gleichgewichtssinn und die Reaktionsfähigkeit. Durch die gegenseitige Sicherung am Boden oder in der Wand werden alle Beteiligten zu Teamplayern, die einander vertrauen und erfolgreich miteinander kommunizieren müssen. Nicht zuletzt wächst dadurch auch das Selbstbewusstsein, das positiv in andere Lebensbereiche hineinstrahlt.

Nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung! Darüber sind sich die Stars der Kletterszene und der Hobby-Boulderer von nebenan einig. Klettern verbindet gesunde Bewegung, Gemeinschafts- und Naturerlebnisse. Eine genauere Definition gibt es je nach Disziplin: Beim Bouldern (englisch „boulder“ = Felsblock) kletterst du ohne Gurt und Seil in Absprunghöhe. Meist sind es nur 4 bis 8 Kletterzüge, die jedoch volle Konzentration und Kraft erfordern. Wer von „Klettern“ redet, meint in der Regel Sportklettern, eine Form des Freikletterns auf relativ kurzen, oft athletischen Routen. Dabei werden Seile, Haken und Co. nur zur Sicherung verwendet, nicht um sich daran hochzuziehen. Beim Alpinklettern sind die Routen meist länger und das Ziel besteht darin, eine ganze Wand durchzuklettern (Stichwort Mehrseillängentour). Und dann gibt es noch das Klettersteiggehen, bei dem du dich an fix verankerten Sicherungsmitteln wie Stahlseilen und Trittleitern hocharbeitest.

Egal ob du noch am Anfang deiner „Kletterkarriere“ stehst oder die nächste Stufe erreichen willst, im Climber’s Paradise Ötztal bist du richtig!

Jeder der es schon mal ausprobiert hat, weiß: Klettern verlangt dem Körper viel ab. Nahezu die gesamte Skelettmuskulatur des Körpers wird dabei eingesetzt. Doch nicht alle Muskelgruppen mit derselben Intensität. Besonders belastet werden z.B. die Unterarme, Latissimus, hintere Schulter und der Rumpf (beim Bouldern zusätzlich der Biceps brachialis). Auch die Oberschenkel und Zwillingswadenmuskeln an der Hinterseite des Beins leisten ordentlich Arbeit. Um Verletzungen und Haltungsschäden vorzubeugen, braucht es gezieltes Training – nicht nur um kletterrelevante Muskeln aufzubauen, sondern auch um ihre „Gegenspieler“ aktiv zu stärken (z.B. Biceps zum Beugen des Arms und Triceps zum Strecken). Vorteil einer kräfteraubenden Klettereinheit in der Halle oder im Ötztaler Granitgestein: Du verbrauchst dabei jede Menge Kalorien und darfst dir im Anschluss kulinarische Belohnung und eine Runde Relax z.B. im Aqua Dome Längenfeld gönnen.

Das simple Hanfseil aus den Anfangstagen des Alpinismus hat längst ausgedient. Heute hast du die Qual der Wahl aus einer Unmenge an Hightech-Seilen in verschiedensten Materialen, Längen, Durchmesser und Einsatzzwecken. Welches Seil genau du brauchst, richtet sich nach deinem bevorzugten Kletterrevier – Halle, Fels oder hochalpines Gelände?

Einfachseile kommen beim Sportklettern in der Halle, im Klettergarten oder beim Eisklettern zum Einsatz, für gewöhnlich reicht eine Länge zwischen 50 und 60 Metern aus. Halbseile sind das Mittel der Wahl beim Alpinklettern, Tradclimbing und auf Hochtouren. Indem hier zwei Seilstränge zum Einsatz kommen, wird das Risiko gering gehalten. Die ideale Länge richtet sich nach deinen bevorzugten Gebieten; mit 70 bis 80 Metern bist du auf der sicheren Seite. Zwillingsseile sind ein Fall für Könner, wenn es z.B. auf extremen Fels- oder Eiskletterrouten auf jedes Gramm drauf ankommt. Du darfst sie ausschließlich im Doppelstrang verwenden und musst die Stränge immer parallel in die Zwischensicherung einhängen!

Tipp: Wenn du überwiegend draußen kletterst, kauf dir am besten ein imprägniertes Kletterseil. Es trotzt Schmutz, UV-Strahlung und Feuchtigkeit und bleibt dir dementsprechend länger als treuer Gefährte erhalten.

Sicherungsgeräte dienen zum Sichern des Kletternden. Sie ermöglichen es der sichernden Person, das Sicherungsseil situationsabhängig zu kontrollieren, indem sie eine Bremskraft ausübt. Welches Gerät für welche Zwecke am besten geeignet ist, erfährst du in Kletterkursen bei Profis und im lokalen Fachhandel. Kleiner Tipp: Der DAV empfiehlt halbautomatische Sicherungsgeräte für die Sicherung beim Sportklettern in Kletterhallen und Klettergärten, da sie eine zusätzliche Blockierunterstützung bieten. Geräte ohne Blockierunterstützung (Tube, HMS) werden als dynamische Sicherungsgeräte bezeichnet und sind z.B. im alpinen Gelände und bei großen Gewichtsunterschieden von Vorteil. Grundsätzlich gilt, dass jedes Sicherungsgerät korrekt gehandhabt werden muss. Dafür benötigst du qualifizierte Einschulung und jede Menge Übung, die du dir am besten bei einem Kletterurlaub im Ötztal holst.

Anzeige