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5 Überraschungen entlang des Ötztal Radwegs

Wer denkt, er kennt das Ötztal, der sollte sich dem Ötztal Radweg-Test stellen: Wetten, dass auf den gut 50 Kilometern, noch zig unbekannte Ecken und Plätze warten? Hier sind 5 der vielen Highlights, die uns im Sattel überrascht haben.

Es ist eine der abwechslungsreichsten Touren, die man sich vorstellen kann – ob von innen nach außen oder von draußen hinein. Auf den Ötztal Radweg kann man sowohl von Haiming im Taleingang starten und sich von 663 Meter bis nach Sölden auf 1.360 Meter hocharbeiten. Oder man rollt in der Gegenrichtung entspannt das Tal hinaus und landet schließlich auf der herrlichen Apfelmeile, dort wo der Ötztal Radweg in den Inntalradweg übergeht. Egal von welcher Seite man ihn angeht, man sollte es mit Muße und Zeit tun – denn auf der Strecke gibt es viel zu entdecken, zu beobachten und zu genießen.

1. Gut versteckt

Im Ötztal tendiert man dazu, den Blick nach oben zu richten – kein Wunder bei der eindrücklichen Bergwelt. Doch auch das Tal verdient seine Aufmerksamkeit: So viele landschaftliche Highlights finden sich hier und der Ötztal Radweg ist der beste Weg, sie zu entdecken. Im Abschnitt bei Köfels eröffnet sich zum Beispiel ein ungemein idyllischer Märchenwald: auf weichem Waldboden geht es hier am plätschernden Bach entlang – ein perfekter Rast- und Ruheplatz. Und wer hatte schon einmal Augen für die kleine Kapelle Maria Schnee oder die alten, schwer mit Geranien behangenen Bauernhäuser um Umhausen?

Ötztal Radweg

2. Stark berauscht

Ötztal Radweg neben der Ötztaler Ache

Die Ötztaler Ache ist der rote Faden, an dem sich die Strecke über viele Kilometer durch das Tal entlangschlängelt. Immer wieder zweigt man ab, aber immer wieder kehrt man zu ihr zurück. 171 Gletscher liegen im Einzugsbereich der Ache, die ihren Ursprung in Zwieselstein – zwischen Sölden und Vent – nimmt. Sie ist einer „der wenigen hydrologisch unbeeinflussten Gebirgsflüsse Tirols“ und in ihrer Naturbelassenheit ein Studienobjekt an sich. Wenn man sie über all die Talstufen so hautnah erlebt, wird einem erst einmal bewusst, wie vielfältig und spannend der Fluss ist. In Stellen zahm und ruhig, in anderen tosend und wild. Man kommt vorbei an den Stromschnellen, für die die Kajakfahrer aus aller Welt anreisen genauso wie an einsamen Kiesbänken, wo man seine Füße ins Wasser recken kann.

3. Still beobachtet

In dem weiten offenen Gelände um Tumpen sollte man zumindest kurz an der Engelswand anhalten. An dem rötlichen Granit liegen nämlich einige Kletterrouten in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. So kann man sich kurz auf die weite Wiese setzen und den Kletterern in der Wand zuschauen. Top-Alpinisten ziehen sich elegant nach oben, Kinder unternehmen ihre ersten Klettereien – und die Stimmung ist angenehm entspannt und nett.

Tumpen im Sommer

4. Fleißig gezählt

Ötztal Radweg Brücke

Über wie viele Brücken führt der Ötztal Radweg? Sie zu zählen, kann man sich auf den 52 Kilometern zwar vornehmen, aber bei so viel Ablenkung und so vielen Brücken kann das durchaus schwerfallen. Da wären kleine Holzstege über Gebirgsbäche und Überquerungen der Ache an ihren ‚harmlosen‘ Stellen. Da wäre aber auch die imposante Ferdinand-Radbrücke: Der 65 Meter lange Bogen aus 72 Tonnen Stahl spannt sich über den Fluss und wurde eigens für die Radfahrer errichtet.

5. Eindrücklich belehrt

In Lehn, einem beschaulichen Ortsteil von Längenfeld, kommt man am Ötztaler Museumsareal vorbei. Hier findet sich der Gedächtnisspeicher, ein umsichtig renovierter Bau aus dem 15. Jahrhundert, in dessen Archiv und Bibliothek Forscher aus nah und fern recherchieren. Nebenan gruppieren sich Heimat- und Freilichtmuseum: In dem Hof- und Gebäudeensemble wird die historische Bauernkultur des Ötztals eindrucksvoll dokumentiert. Ein Stückchen weiter talauswärts, mitten im Dorfzentrum von Oetz, liegt das Turmmuseum. Der Ötztaler Kunstliebhaber Hans Jäger hat hier über 5.000 Objekte zusammengetragen. Zu entdecken gibt es eine Vielfalt von Künstler-Blicken auf das Ötztal – eine spannende Ergänzung zu all den Ein- und Ausblicken, die man selbst auf der Befahrung des Radwegs gewonnen hat.

Turmmuseum in Oetz

Alle Infos zum Ötztal Radweg, zu den 4 Teiletappen, Rastplätzen & E-Bike Ladestationen sowie dem weiteren Ausbau erhältst du HIER. Im nachfolgenden Video aus dem Jahr 2018 erzählt Projektleiter Isidor Grüner von Ötztal Tourismus mehr über den Bau der imposanten Ferdinand-Radbrücke und die Idee hinter dem talweiten Radweg.

Sissi Pärsch

Gastautorin Sissi Pärsch

… schreibt als freie Journalistin unter anderem für die Magazine BIKE und Bergwelten – und findet sich deshalb immer wieder im Ötztal.

„Was ich inzwischen über das Ötztal weiß: Es ist 67 Kilometer lang, steigt vom Talanfang über 3.000 Höhenmeter hinauf in die Gipfelwelt – und wird nicht müde, mich jedes Mal aufs Neue mit spannenden Ein- und Ausblicken zu überraschen.“

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