Ötztal Trek Route 2

Söldens stille Seite

ETAPPE 6 – 9

Hochstubaihütte (3.174 m) – Hildesheimer Hütte (2.900 m) – Siegerlandhütte (2.710 m) – Gasthaus Hochfirst (1.860 m) – Brunnenkogelhaus (2.738

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Ötztal Trek Route 2

Routenbeschreibung

Söldens stille Seite

ETAPPE 6 – 9

Hochstubaihütte (3.174 m) – Hildesheimer Hütte (2.900 m) – Siegerlandhütte (2.710 m) – Gasthaus Hochfirst (1.860 m) – Brunnenkogelhaus (2.738 m)

Ein Klassiker für alle Bergsteiger ist die Route 2 des Ötztal Treks – Söldens stille Seite! Rund um das Windachtal führt uns die Route entlang der alten Schmugglerwege - inklusive Abstecher ins benachbarte Südtirol!

ETAPPE 6:

HOCHSTUBAIHÜTTE (3.174 m) –> SCHARTE AM WINDACHFERNER –> HILDESHEIMER HÜTTE (2.900 m)

Strecke: Steig, präparierter Weg am Gletscher
Anforderungen: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit; Bergweg schwarz
Schwierigkeiten: steiler Abstieg über die Himmelsleiter Ausrüstung: normale Wanderausrüstung, Gletscherausrüstung für Passagen über Windachferner und Gaiskarferner nicht erforderlich
Gehzeit: ca. 5,5 h
Höhenunterschied: ca. 650 Hm Aufstieg, rund 900 Hm Abstieg
Höchster Punkt: 3.174 m
Entfernungskilometer: ca. 7 km
Übernachten, einkehren: Hochstubaihütte, Restaurant Jochdohle, Hildesheimer Hütte
Quereinstieg, -ausstieg: von Sölden über die Fiegl‘s Hütte im Windachtal und den Seekarsee zur Hochstubaihütte (ca. 5,5 h Aufstieg, ca. 4,5 h Abstieg); von Sölden durch das Windachtal und über Aschenbrenner- bzw. Gaiskarweg (steil) zur Hildesheimer Hütte (ca. 5 h Aufstieg, ca. 4 h Abstieg); alternativ Linienbus von Sölden zur Fiegl‘s Hütte im Windachtal – dann noch ca. 3,5 h Aufstieg zur Hochstubaihütte (ca. 2,5 h Abstieg) und 3 h Aufstieg zur Hildesheimer
Hütte (ca. 2 h Abstieg);
Infos Linienbusse: T +43 (0) 57200 200

Eisfrei von Hütte zu Hütte

Von der Hütte nehmen wir zunächst in umgekehrter Richtung die Zustiegsroute über den Seekarsee. Anschließend folgt die Passage über die sogenannte Himmelsleiter, durch die der Steig in Serpentinen hinunterzieht. Seile und Steintreppen erleichtern die Passage. Wir wandern flach hinaus zu einem Notunterstand (Schlüssel hängt neben der Tür), ehe der Steig in steilerem Gelände zum Seekarsee hinableitet. Unterhalb des Sees zweigt man links ab und nimmt den Steig, der Richtung Osten zieht. Nach den sumpfigen Ausläufer des Warenkars schlängelt sich der Steig, in Serpentinen nach oben zur Scharte am Windachferner. Man steigt auf den Gletscher hinab und folgt dem Weg hinauf zum Restaurant Jochdohle im Skigebiet. Jenseits auf dem Gaiskarferner geht es südöstlich hinunter zu einem Felsrücken bis wir weiter abwärts die Hildesheimer Hütte erreichen.

ETAPPE 7:

HILDESHEIMER HÜTTE (2.900 m) –> GAMSPLATZL (3.018 m) –> SIEGERLANDHÜTTE (2.710 m)

Strecke: Steig, Pfad
Anforderungen: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit; Bergweg rot
Schwierigkeiten: keine besonderen Schwierigkeiten
Ausrüstung: normale Wanderausrüstung
Gehzeit: ca. 3,5 h
Höhenunterschied: ca. 350 Hm Aufstieg, ca. 550 Hm Abstieg
Höchster Punkt: 3.018 m
Entfernungskilometer: ca. 5 km
Übernachten, einkehren: Hildesheimerhütte, Siegerlandhütte
Quereinstieg, -ausstieg: von Sölden durch das Windachtal und über Aschenbrenner- bzw. Gaiskarweg (steil) zur Hildesheimer Hütte (ca. 5 h Aufstieg, ca. 4 h Abstieg); von Sölden durch das Windachtal zur Siegerlandhütte (ca. 5 h Aufstieg, ca. 4 h Abstieg); alternativ Linienbus von Sölden zur Fiegl‘s Hütte im Windachtal – ca. 3 h Aufstieg zur Hildesheimer Hütte und Siegerlandhütte (jeweils ca. 2 h Abstieg);
Infos Linienbusse: T +43 (0) 57200 200

Ganz im Bann des Zuckerhütls

Wir wandern zunächst den Hüttenzustieg aus dem Windachtal hinunter, um dann links hinab zum Gaiskarbach zu steigen. Anschließend wird die Moräne des eindrucksvollen und berühmten Pfaffenferners gequert, ehe es teilweise über Blockwerk empor zum Gamsplatzl geht (kurz zuvor einmal Seilsicherungen).
Zu sehen sind das Zuckerhütl mit 3.507 m und die spektakulärsten Erhebungen in den Ötztaler Alpen. Jenseits zieht der Steig vorerst in Serpentinen in steilem Gelände abwärts und bringt uns in der Folge weiter absteigend zum Triebenkarsee unterhalb der Zunge des Triebenkarlasferner. Anschließend folgt eine Passage ohne wesentliche Höhenänderung, der Steig quert die steilen Hänge der Scheiblehn und führt schließlich gemütlich nach oben zur Siegerlandhütte.

ETAPPE 8:

SIEGERLANDHÜTTE (2.710 m) –> WINDACHSCHARTE –> GASTHAUS HOCHFIRST (1.860 m)

Strecke: Steig, Karrenweg, Fahrweg
Anforderungen: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit; Bergweg rot
Schwierigkeiten: keine besonderen Schwierigkeiten
Ausrüstung: normale Wanderausrüstung
Gehzeit: ca. 4 h
Höhenunterschied: ca. 262 Hm Aufstieg, ca. 1.112 Hm Abstieg
Höchster Punkt: 2.862 m
Entfernungskilometer: ca. 5 km
Übernachten, einkehren: Siegerlandhütte, Gasthaus Hochfirst
Quereinstieg, -ausstieg: von Sölden durch das Windachtal zur Siegerlandhütte (ca. 5 h Aufstieg, ca. 4 h Abstieg); von Moos/Passeier zum Gasthof Hochfirst (ca. 3,5 h Aufstieg, ca. 3 h Abstieg); von der Timmelsstraße zur Timmelsalm (ca. 0,5 h Auf- und Abstieg) mit dem Bus von Sölden zum Timmelsjoch, Gehzeit zum Gasthof Hochfirst (ca. 1,5 h im Abstieg)

Auf den Pfaden der Schmuggler

Entlang der alten Schmugglerpfade wandern wir zur Windachscharte auf 2.862 m. Dort überschreiten wir die Staatsgrenze Österreich/Italien, schon früher gerne genutzter Übergang. Mit schönen Ausblick ins Passeiertal geht’s leicht abwärts zur Timmelsalm. Knapp unterhalb treffen wir auf die Timmelsjoch Hochalpenstraße, eine beliebte Überfahrt vom Ötztal nach Südtirol. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Gasthof Hochfirst, welches direkt an der Hochalpenstraße liegt.

TAGESTIPP
Wer die Runde noch erweitern will, hat die Möglichkeit beim Timmler Schwarzsee die Abzweigung Richtung Schneeberghaus (T. +39 0473 647045) zu nehmen. Ein Ausflug in die Südtiroler Bergwerksgeschichte ist es allemal wert. Zudem sind die guten Mittagsgerichte weitum bekannt. Von der Siegerlandhütte ca. 4 – 5 h Gehzeit, Aufstieg: 400 Hm, Abstieg: 750 Hm; Vom Schneeberghaus zum Gasthof Hochfirst ca. 2,5 h Gehzeit, Aufstieg: 100 Hm, Abstieg: 860 Hm

ETAPPE 9:

GASTHAUS HOCHFIRST (1.860 m) –> TIMMELSJOCH –> BRUNNENKOGELHAUS (2.738 m)

Strecke: Steig
Anforderungen: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit; Bergweg schwarz
Schwierigkeiten: ausgesetzte Passagen am Grat, stabile Wetterverhältnisse besonders wichtig
Ausrüstung: normale Wanderausrüstung
Gehzeit: ca. 7 h
Höhenunterschied: ca. 1.200 Hm Aufstieg, ca. 250 Hm Abstieg
Höchster Punkt: 2.966 m
Entfernungskilometer: ca. 9,5 km
Übernachten, einkehren: Brunnenkogelhaus, Rasthaus am Timmelsjoch (keine Übernachtung), Gasthaus Hochfirst
Quereinstieg, -ausstieg: von Sölden über die Fiegl‘s Hütte im Windachtal zum Brunnenkogelhaus (ca. 5 h Aufstieg, ca. 4 h Abstieg); alternativ Linienbus von Sölden zur Fiegl‘s Hütte – dann noch ca. 3 h Aufstieg zum Brunnenkogelhaus (ca. 2 h Abstieg);
Infos Linienbusse zur Fiegl‘s Hütte T +43 (0) 57200 200;
Infos Linienbusse vom Timmelsjoch nach Obergurgl T +43 (0) 57200 100

Ein Höhenweg der Sonderklasse

Zuerst steigt man vom Gasthof Hochfirst hinauf zum Timmelsjoch. Vom Rasthaus am Timmelsjoch leitet der Weg vorbei an mehreren kleinen Seen und verläuft jetzt durchgehend sanft ansteigend. Das Wannenkar wird ebenso gequert wie anschließend das Röten- und das Wietenkar, in der Folge steigt man in Serpentinen durch steiles, felsdurchsetztes Gelände hinauf zum Wannenkarsattel. Ab hier geht’s immer dem Grat entlang ansteigend zur Wilden Rötespitz, dem höchsten Punkt dieser Wanderung. Die Ötztaler Wildspitze, Nordtirols höchster Berg, die prächtige Weißkugel, das Stubaier Zuckerhütl liegen unter anderem auf dem Präsentierteller. Nun ist es nicht mehr allzu weit, leicht absteigend geht’s bis vor zum Brunnenkogelhaus am Gipfel des Vorderen Brunnenkogels.
Für den Abstieg nach Sölden wählt man den Weg zur Fiegl‘s Hütte im Windachtal (ca. 2 h), von hier kann man mit der Windachlinie (Bus) nach Sölden fahren (Gehzeit ca. 2 h). Um zum Startplatz der nächsten Etappe zu gelangen nimmt man den Linienbus von Sölden nach Obergurgl.

 

mehr Infos

ANREISE
Per Bahn – von Innsbruck oder Bregenz nach Ötztal-Bahnhof, Weiterfahrt mit dem Linienbus ins Ötztal bis nach Sölden
Mit dem Auto – A12 Ausfahrt Ötztal nach Sölden – Postparkplatz –> Parkmöglichkeit
Zustieg – von Sölden über die Fiegl‘s Hütte im Windachtal und den Seekarsee zur Hochstubaihütte (ca. 5,5 h Aufstieg) alternativ Linienbus von Sölden zur Fiegl‘s Hütte im Windachtal – dann noch ca. 3,5 h Aufstieg zur Hochstubaihütte

INFORMATION
Ötztal Tourismus T +43 (0) 57200
Bergführerschulen (wandern.oetztal.com)
Alpinsportcenter T +43 (0) 664 5016864
Alpin Guide T +43 (0) 664 4434684
Bergsport- und Erlebnisschule Sölden T +43 (0) 664 8478155
Bergführerstelle Obergurgl T +43 (0) 664 1839012
Bergführerstelle Vent T +43 (0) 5254 8106

HÜTTEN
Hochstubaihütte T +43 (0) 676 9243343
Hildesheimer Hütte T +43 (0) 5254 2300
Siegerlandhütte T +43 (0) 664 8667935
Gasthaus Hochfirst T +39 0473 647040
Brunnenkogelhaus T +43 (0) 664 1234206

UNTERKUNFTSTIPP - WANDERSPEZIALISTEN IM ÖTZTAL
Alpengasthof Grüner 6450 Sölden T +43 (0) 5254 2214
Hotel Alpenaussicht 6456 Obergurgl T +43 (0) 5256 6236

RÜCKTRANSPORT
Öffentliche Buslinie
Ötztaler Verkehrsbetriebe T +43 (0) 5254 3550
Postbus GmbH T +43 (0) 5412 66266
Wanderbus/Hüttentaxi
Windachlinien – Ötztaler Verkehrsbetriebe T +43 (0) 5254 3550
Linienbus Timmelsjoch – Ötztaler Verkehrsbetriebe T +43 (0) 5254 3550

SONSTIGES
Bei dieser Route ist Gletschererfahrung notwendig, ev. nur mit Bergführer

Wegpunkte

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Ötztal Tourismus übernimmt keine Haftung für die Benutzung und die Vollständigkeit der GPS-Daten und hält sich schad- und klaglos. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich örtliche Gegebenheiten geändert haben. Der/Die NutzerIn muss dies beachten und sein Verhalten an die gegebenen Verhältnisse anpassen. Ötztal Tourismus lehnt jegliche Haftung im direkten und indirekten Zusammenhang mit den veröffentlichten GPS-Daten ab. Die Nutzung des Dienstes erfolgt auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko. Ötztal Tourismus weist darauf hin, dass GPS-Geräte nur als zusätzliche Orientierungshilfe verwendet werden sollten. Sie ersetzen weder den gesunden Menschenverstand und eine gute Tourplanung noch geeignete Ausrüstung. Bei anspruchsvollen Routen wird ausdrücklich die Begleitung durch einen erfahrenen Bergführer angeraten. Der/Die NutzerIn ist sich der Gefahren beim Wandern/Biken bewusst, erkundigt sich über die aktuelle Situation und schätzt die Gefahr selbst ein (z.B. Lawinengefahr, Wetter, Straßenzustand, etc.). Es ist die Aufgabe des/der NutzerIn nur Routen auszuwählen, die seinen/ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten entsprechen. Ötztal Tourismus fordert ausdrücklich zur Einhaltung der internationalen Wander- und Bergsteigerregeln sowie zur Einhaltung der Straßenverkehrsordnung auf.