Variante 2
Bielefelder Hütte (2.112 m) - Wilhelm- Oltrogge-Weg - Schweinfurter Hütte (2.028 m)
Bielefelder Hütte (2.112 m) - Wilhelm- Oltrogge-Weg - Schweinfurter Hütte (2.028 m)
Informationen: | |
|---|---|
Strecke: |
Steig, Pfad |
Anforderungen: |
Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kondition, Ausdauer; Bergweg schwarz |
Schwierigkeiten: |
extrem lange Tour, ausgesetzte Passagen, Querung abschüssiger Hänge und Flanken; Seile und Eisentritte in den heiklen Passagen; stabile Wetterverhältnisse besonders wichtig |
Ausrüstung: |
normale Wanderausrüstung |
Gehzeit: |
rund 8 1/2 Std. |
Höhenunterschied: |
rund 1150 Hm Aufstieg, rund 1250 Hm Abstieg |
Höchster Punkt: |
3010 m |
Entfernungskilometer: |
rund 12 km |
Übernachten, einkehren: |
Bielefelder Hütte, Schweinfurter Hütte |
Quereinstieg, -ausstieg: |
20 Min. Aufstieg, rund 15 Min. Abstieg); Acherkogelbahn von Oetz nach Hochoetz; von Niederthai (Gde. Umhausen) zur Guben-Schweinfurter Hütte (rund 2 Std. Aufstieg, rund 1 ½ Std. Abstieg) |
Anspruchsvoll aber traumhaft schön - so könnte man die Tour auf dem Wilhelm- Oltrogge-Weg von der Bielefelder Hütte über Oetz zur Schweinfurter Hütte bezeichnen. Die heiklen Passagen wurden erst kürzlich versichert, sodass die Route für erfahrene alpine Wanderer problemlos begehbar ist. Und mit dem Hochreichkopf nehmen wir einen Dreitausender mit. Wir starten bei der Bielfelder Hütte und folgen, zunächst ansteigend, dem Besinnungsweg zur Ruine der alten Bielefelder Hütte. Hier wird der Besinnungsweg verlassen, der Steig leitet bald steil in Serpentinen empor zur Achplatte.
Nach einem kurzen Abstieg quert man, meist auf derselben Höhe, die abschüssigen, felsdurchsetzten Flanken des Acherkars. Dabei müssen immer wieder schmale Gräben überwunden werden. Im Anschluss an den Kessel des Österkars führt der Steig zügig hinauf zum Lauser, einer aussichtsreichen Geländeschulter. Im Ötztal blickt man hinein bis Längenfeld, im Nordwesten zeigen sich die Lechtaler Alpen.
Der Steig verläuft in der Folge, erneut eine Flanke querend, nach oben zur Niederreichscharte. Von dort geht es zunächst über einen steilen, relativ breiten Blockgrat hinauf Richtung Hochreichscharte, ehe die Route mit etwas Höhenverlust in die abschüssige Südflanke zieht und darin schließlich steil empor zur Hochreichscharte (2912 m) führt. Etwa 15 Minuten und ein problemloser Blockgrat trennen uns letztlich noch vom Hochreichkopf (3010 m, rund 5 ¾ Std. bis hierher). Wieder zurück auf der Hochreichscharte steigen wir südöstlich jäh hinunter ins Becken mit den Resten des harmlosen Steinkarferners. Der Steig leitet in der Folge in Stufen hinab zu den Weideböden bei der Finstertaler Sennhütte und zum Schluss sanft abwärts zur Schweinfurter Hütte oberhalb von Niederthai.