Etappe 19

Rüsselsheimer Hütte (2.328 m) - Kapuzinerjöchl (2.710 m) - Breitlehnjöchl (2.637 m) - Sandjöchl (2826 m) - Luibisscharte (2.914 m) - Hauerseehütte (2383 m)
 

Informationen:

 

Strecke:

Steig, Pfad

Anforderungen:

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kondition, Ausdauer, hochalpine Erfahrung; Bergweg schwarz, abschnittsweise alpine Route

Schwierigkeiten:

mühsamer Aufstieg zur Luibisscharte, Gletscherpassage am spaltenfreien Hauerferner; stabile Wetterverhältnisse besonders wichtig

Ausrüstung:

normale Wanderausrüstung, je nach Verhältnissen Steigeisen und evt. auch Pickel

Gehzeit:

rund 7 Std.

Höhenunterschied:

rund 1200 Hm Aufstieg, rund 1200 Hm Abstieg

Höchster Punkt:

2914 m

Entfernungskilometer:

rund 10,5 km

Übernachten, einkehren:

Rüsselsheimer Hütte, Tel. +43/664/2808107, Hauerseehütte

Quereinstieg, -ausstieg:

von Plangeross (Gde. St. Leonhard im Pitztal) zur Rüsselsheimer Hütte (rund 2 Std. Aufstieg, rund 1 ½ Std. Abstieg); von Unterried bzw. Oberried (Gde. Längenfeld) zur Hauerseehütte (jeweils rund 3 ½ Std. Aufstieg, rund 2 ½ Std. Abstieg)


Jöcher und ein kleiner Gletscher

Über mehrere Jöcher führt diese Etappe am mittleren Geigenkamm. Wir folgen zunächst hinter der Hütte dem Steig ein Stück nach Osten, zweigen dann aber links ab zum Aussichtspunkt Gahwinden (versicherte Passagen). Von Gahwinden wandern wir durch Geröll hinab in das Rötkarle, durch das der Steig dann meist kaum spürbar ansteigend verläuft. Später geht es steil nach oben zum Kapuzinerjöchl (ebenfalls als Rötkarljoch bekannt).
Jenseits steigt man zunächst seilversichert in steilem, felsigem Gelände hinunter. Es dauert freilich nicht lange, bis sich die Route erneut von ihrer sanfteren Seite zeigt. Gemütlich wandern wir in der Folge hinauf zum Breitlehnjöchl. Vom Breitlehnjöchl leitet der Steig vorerst abermals etwas empor, um danach ein wenig abwärts zu ziehen. Schließlich führt die Route hinauf zum Sandjöchl - am Schluss steil. Der Abstieg vom Sandjöchl nach Norden verläuft am Beginn zügig, später wandert man sanft abwärts. Bei einer Steiggabelung beginnt eine äußerst mühsame Passage: In Schutt und Geröll geht es ausgesprochen steil empor zur Luibisscharte.
Jenseits zunächst recht gemächlich hinab, bald betritt man den spaltenfreien Hauerferner. Er wird in seinem flachen oberen Teil Richtung Osten gequert. Nach einem Felssturz vom Feuerkogel ist der weitere Weg zwischen Gletscher und Hauerseehütte offiziell gesperrt, eine Ausweichroute führt im Verlauf des Gletschers nach Nordosten und im Anschluss an die Gletscherpassage rechts eines Felskopfs hinunter zur Hauerseehütte.
Die alte, auf eigene Gefahr nach wie vor begehbare Route, zieht nach dem Flachstück steil und gerade den Gletscher hinab, verläuft dann links des Felskopfs eher sanft abwärts und zum Schluss im Zick-Zack hinunter zur Hauerseehütte.

Alternativ lässt sich die Gletscherpassage auf einem Felsband unterhalb des Luibiskogels umgehen.

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