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ZWISCHEN HIMMEL UND FELSEN

Auf halbem Weg zwischen Erde und Himmel bauten die ersten Dauersiedler im Ötztal in Gruppen ihre Höfe. Drei kleine Bergdörfer aus dem Mittelalter sind allen Veränderungen zum Trotz immer geblieben, was sie waren und erfüllen jetzt aufs schönste die wachsende Sehnsucht nach einer intakten Welt. Hier gehen die Uhren langsamer, und die Menschen kommen sich und der Natur näher als anderswo.

NIEDERTHAI, 1.550 m

Traumaussichten, Sonnenschein satt und die Magie der Stille sorgen dafür, dass Stressgeplagte auf der verwunschenen Hochebene von Niederthai Entspannung, Erholung und unvergleichlichen Bergfrieden finden.
Die Welt wirkt weit weg, die Zeit scheint zu schweben. Niederthai träumt vor sich hin, ein Bach plätschert durch das Dorf, vorbei an Wiesen und Höfen, an der Barockkirche und an der alten Dorfschmiede.

Der Weg in die Idylle führt von Umhausen auf eine 1.550 Meter hoch gelegene Bergterrasse. Sie ist vor 9.800  Jahren durch eine Naturkatastrophe entstanden: Ein Bergsturz auf der gegenüberliegenden Seite des Ötztals wälzte Gesteinsmassen weit hinein ins Horlachtal. Bajuwarische Einwanderer haben die Hochebene entdeckt und um das Jahr 1.000 die ersten Höfe gebaut. 340 Leute leben im Dorf, sie lassen den Naturschönheiten bis heute den Vortritt. Neues, wie die vier Skilifte, ein paar Pensionen und Hotels, wurde stets mit Augenmaß geschaffen.

Durchs Horlachtal führen anfängertaugliche Wanderwege. Gipfelstürmer können von der Schweinfurter Hütte aus anspruchsvolle Touren unternehmen. Zwischen Niederthai und Umhausen verwandelt sich der Horlachbach und stürzt als Stuibenfall mehr als 150 Meter in die Tiefe. Sein Schäumen und Tosen kann man auf Plattformen über dem Abgrund sicher aus nächster Nähe bestaunen. Manchmal malt die Sonne einen Regenbogen in die weiße Gischt.

Jeden Mittwochabend wird der Stuibenfall künstlich beleuchtet. Dann machen sich die Wanderer aus Niederthai und Umhausen mit Laternen au fden Weg, um das magische Naturschauspiel zu genießen.

INFORMATION NIEDERTHAI
A-6441 Umhausen
T +43 (0) 57200 420
F +43 (0) 57200 421
niederthai@oetztal.com
www.oetztal-mitte.com

GRIES, 1.569 m

Die Klänge des Waldes und des Wassers fügen sich zur einzigartigen Natursymphonie, Himmelsblau, Wiesengrün und das Grau der Gipfel zum bezaubernden Gemälde unverfälschter alpiner Dorfkultur. Kuhglocken bimmeln. Der Fischbach und der Winnebach rauschen, und manchmal hört man den Win in den Lärchenwäldern rumoren, die malerisch die Wiesen rings ums verträumte Bergdörfchen säumen.

Gries liegt 1.569 Meter hoch über dem mittleren Ötztal, zählt nur 180 Einwohner. Seine Ruhe ist im wahrsten Sinn des Wortes himmlisch. In die Wallfahrtskirche Maria Hilf pilgern die Gläubigen schon seit dem 17. Jahrhundert, um ihren Seelenfrieden zu finden. Ein Fresko an der Kirchendecke zeigt, wie die wundertätige Maria nach Gries gekommen ist.

Im Osten eine tolle Bergkulisse im Westen noch eine zweite, und mittendrin ds Kirchlein, um das sich locker ein Laden, einige Gasthöfe, etliche Bauernhöfe und Wohnhäuser mit Zimmervermietung gruppieren: Gries ist das Bilderbuchdorf der Talgemeinde Längenfeld, im Winter ein Loipenparadies, im Sommer genau richtig für Gemächliche und für Genießer. Die nächstgelegene Alm ist die Sulztalalm. Mit Heidelbeeromelettes, Hauswürsten und anderen Tiroler Köstlichkeiten kümmert man sich dort ums leibliche Wandererwohl.


Eine halbe Stunde länger braucht man zu ebenfalls gut bewirtschafteten Nisslalm. Hüttenwanderer beginnen mit der Winnebachseehütte auf 2.362 m, gehen von dort zur Gubener Hütte oder über das Winnebachjoch zum Westfalenhaus im Sellraintal. Der Schrankogel, ein 3.496 Meter hoher Bergriese, ist auf steilem Pfad von der Amberger Hütte aus zu bezwingen.

INFORMATION GRIES
Gries 34
A-6444 Gries
T +43 (0) 57200 330
F +43 (0) 57200 331
gries@oetztal.com
www.laengenfeld.eu

VENT, 1.900 m

Als Gipfelkönigin des Ötztals wacht die Wildspitze majestätisch über dem kleinen Bergsteigerdorf auf 1.900 Metern. Grüne Almwiesen und glitzernde Gletscher locken Bergsteiger und Wanderer auf vielen Pfaden ins Hochgebirge.


Ein malerisches Kirchlein mit einem schönen Friedhof, zwei Geschäfte, Bauernhöfe, Hotels - die Bauwerke im wunderhübschen Dörfchen sind schnell erkundet. Seiner langen Geschichte begegnen die Besucher auf Schritt und Tritt. Jäger und Hirten hatten im Hochgebirge schon in der Steinzeit ihre Lagerplätze, der "Hohle Stein" und das Freilandlager erinnern daran. Die Dorfchronik beginnt im 13. Jahrhundert, als Schafhirten dauerhaft ansiedelten. Heute ist Vent das Bergsteigerdorf des Ötztals, denn der Gletscherpfarrer Franz Senn hat hier im 19. Jahrhundert den alpinen Tourismus begründet.


Ganz moderne Skulpturen sind heute rund um das Jägerlager zu bewundern: Die Hinterlassenschaften der Bildhauer, die jedes Jahr im August beim Künstlersymposium "ArteVent" draußen auf den Bergwiesen an ihren Werken meißeln und schleifen. Vents Außenposten sind die beiden Rofenhöfe am Rand der wilden Rofenschlucht, man erreicht sie über eine kühne Hängebrücke. Bei den höchsten gelegenen Höfen der Ostalpen wurde

das legendäre Bergmelodram "Die Geierwally" gedreht. Zu den vielen Sommerfrischlern, die den 150 Dorfbewohnern Gesellschaft leisten, gesellen sich alljährlich rund 2.000 vierbeinige Gäste, die Schafe aus dem Südtiroler Schnalstal. Seit Jahrhunderten kommen sie über die Jächer am Similaun, in deren Nähe der Eismann "Ötzi" gefunden worden ist.

INFORMATION VENT
Venterstraße 28
A-6458 Vent
T +43 (0) 57200 260
F +43 (0) 57200 261
vent@oetztal.com
www.vent.at

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